Verständigungsort Kirche

Gesellschaftliche Verantwortung am Beispiel Bonhoeffers diskutieren

 
von pauluskirche

Kirche und Demokratie im Gespräch

Im Namen Bonhoeffers? Mitreden, mitdenken, mitgestalten

Dietrich Bonhoeffer erkannte früh die Gefährdung von Recht und Menschenwürde durch das nationalsozialistische Regime und stellte sich ihm entschieden entgegen. Die von ihm aufgeworfenen Fragen nach Verantwortung, Gewissen und der Nachfolge Christi unter den Bedingungen politischer Unfreiheit wirken bis heute nach. In Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung wird sein Vermächtnis neu bedacht und unterschiedlich interpretiert. Der Film „Bonhoeffer“ aus dem Jahr 2025 hat eine weitere Debatte über das Erbe des Theologen und Widerstandskämpfers ausgelöst. Die Veranstaltung greift die aktuellen Impulse auf. Ausgewählte Filmausschnitte eröffnen den Abend und bilden den Ausgangspunkt für die anschließende Diskussion im World-Café-Format.

Wer darf sich auf Bonhoeffer berufen?
Dietrich Bonhoeffer wird in unterschiedlichen politischen Zusammenhängen zitiert. Wie lässt sich zwischen einer verantworteten Auseinandersetzung mit seinem Denken und einer einseitigen Deutung unterscheiden?

Wie weit darf politischer Widerstand gehen?
Bonhoeffers Beteiligung am Widerstand stellt die Frage nach Verantwortung und Grenzen politischen Handelns. Wann ist Widerspruch geboten – und welche Formen des Protests sind legitim?

Wie können insbesondere junge Menschen für demokratische Beteiligung gewonnen werden?
Demokratie lebt von Mitwirkung. Welche Wege stärken Vertrauen in demokratische Prozesse und fördern nachhaltiges Engagement, besonders bei jungen Menschen?

Wie bleiben wir im Gespräch, wenn Meinungen stark auseinandergehen?
Unterschiedliche Überzeugungen gehören zur Demokratie. Wie kann ein respektvoller Austausch gelingen, auch wenn Positionen weit auseinanderliegen?

Die Veranstaltung versteht sich als offenes Forum für Austausch und gemeinsame Orientierung. Unterschiedliche Perspektiven sind ausdrücklich willkommen. Alle Interessierten sind eingeladen, sich einzubringen, zuzuhören und mitzudiskutieren. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen ist der offene, respektvolle Austausch besonders wichtig und kann ein angemessener Weg sein, Bonhoeffers Einsatz für Verantwortung und Gewissen in der Gegenwart lebendig zu halten.

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